Mittwoch, 28. Januar 2009

Ach, ich könnt schon wieder

Kaum zurück, möchte man doch gleich wieder hin. Keine Frage, ich lebe gern in Deutschland und hege keinerlei Auswandergedanken, und trotzdem ist die Sehnsucht gleich wieder da. Vor allem würde ich ja furchtbar gern mal wieder mit meiner Holden reisen, aber irgendwie ergibt sich das nicht so recht. Ganz abgesehen davon, dass ich mein Geld ja nicht selber drucke.
Unser Plan, mit der Familie über Ostern nach Norwegen zu reisen, ist bisher noch nicht so recht gereift. Sollten wir uns langsam mal hinter klemmen, denke ich, wenn das noch was werden soll. Um Unterkunft müssen wir uns ja keine Gedanken machen, wir würden nämlich über unsere Verwandten herfallen, die Südnorwegen ihr zu Hause nennen.

Na, mal sehen.

Sonntag, 25. Januar 2009

Dahingerafft

War es der Kälteschock im New Yorker Hotel? Die Umstellung? Der schlaffreie Rückflug? Oder schlichtweg das kalte Wetter?
Irgendwas jedenfalls muss schuld sein an dieser grauenhaften Erkältung, die mich so mir nichts, dir nichts von heut auf morgen erwischt hat. Schnupfen, Kopfweh, tränende Augen... das ganze Programm.
Ich hatte ja schon leichte Halsschmerzen noch in New Jersey, aber zurück in Deutschland ist es über mich gekommen. So schlimm war es lange nicht mehr. Dank Rhinopront (darf man das ohne Werbeverdacht sagen?) geht's jetzt wieder halbwegs, aber Freitag und Samstag fürchtete ich, mein letztes Stündlein hat geschlagen (ja, wir Männer leiden immer besonders heftig).
Aber wie heißt es so schön: was nicht tötet, härtet ab.

Freitag, 23. Januar 2009

Zurück in einem Stück

Nee, was war das schön.
Am Mittwoch sind wir dann nach einem überschaubaren Frühstück im Hotel doch schon am frühen Vormittag zurück Richtung New York gefahren. Gemütlich und entspannt mit dem Ziel, die letzte Zeit noch in der Newport Mall in Jersey City zu verbringen. Dort verbrachten wir allerdings nicht viel Zeit, da unsere Koffer bereits voll und unsere Geldbörsen leer waren. Die Newport Mall liegt nur eine kurze Fußstrecke vom Hudson River entfernt, also nutzten wir den herrlichen Sonnenschein für einen grandiosen Blick auf die Skyline Manhattans. Nebst obligatorischer Fotos, versteht sich. Schliesslich machten wir uns auf den Weg, verfuhren uns in den zig parallel laufenden Straßen trotz Navi doch noch einmal und landeten nach der Mietwagenabgabe dann so gegen 15:30 am Check-In-Schalter von Continental.
Thomas hatte Übergewicht - also nicht er, sondern sein Koffer und so durfte er noch muntere $50 zusätzlich bezahlen (nachdem wir noch über 3 Kilo aus dem Koffer entfernten, da er sonst komplett über dem Limit gewesen wäre). Ich frage mich ja immer noch, was genau da nun so schwer war, aber was soll's.
In meinem Handgepäck hatte ich zwei Dosen mit Country Time Lemonade Instant Powder, was die Durchleuchtungsmaschinen bei der Security Alarm schlagen liess. Verdächtiges Pulver im Handgepäck... zeigen Sie doch mal, was Sie da haben...
Die Packung wurde dann mit allerhand Zeug eingesprüht und abgewischt, vermutlich um herauszubekommen, wieviel Sprengstoffrückstände daran zu finden ist.
Klar. Wenn ich den Flieger sprengen will, nehm ich zwei verschweißte Getränkepulverdosen mit.

Der Flug war grandios: bei den Plätzen quasi freie Wahl, ich hatte eine Dreier-Reihe alleine für mich, Thomas lümmelte sich auf zwei freien Plätzen am Notausgang. Luxus pur. Nach nicht mal 7 Stunden landeten wir in Berlin. Unsere letzte Prüfung: der Zoll.
Thomas bewährter Trick, sich mit Sakko und Mantel businessmäßig zu kleiden, funktionierte wieder prächtig und er wurde durchgewunken. Ich hatte neben meinem fast berstenden Koffer noch eine Riesen-Pappkiste mit einem ebenso großen Spielzeug als zweites Gepäckstück aufgegeben und wurde - natürlich - angehalten. Was ich denn da hätte? - "Ein sehr großes Spielzeug" - "Hatte das große Spielzeug auch einen großen Preis?" - "Ging so...." - "Haben Sie noch mehr eingekauft?"
Ich überlegte. Natürlich nicht!
"Zwei Hosen, ein bißchen Krimskrams für die Kinder..." - "Na, was haben Sie denn so ausgegeben?" Ich schluckte. "Na, so 350-400 Euro". Der Zöllner blickte mir tief in die Augen (wer mich kennt: können diese Augen lügen?) und wünschte mir einen schönen Tag.
Glück gehabt.

Ich meine, ich war ja unter'm Strich tatsächlich nicht über den erlaubten 430 Euro, aber man wird ja trotzdem nervös. Und die Diskussion über die Tatsache zu führen, dass eine mit 99 Dollar ausgepreiste Jacke nur 19 Dollar gekostet hat, muss ich mir nicht geben.

Bereits um kurz nach 9 waren wir wieder zu Hause - und die Freude war groß, als die Mädels dann aus der Schule nach Hause kamen :)

Abschliessend bleibt noch zu sagen, dass das Gebiet rund um Philadelphia hübsch ist, im Sommer vielleicht noch schöner, aber zwei, drei Tage sind auch völlig ausreichend. Sicher haben wir bei weitem nicht alles gesehen oder gemacht an den Möglichkeiten, die Phili bietet. Aber für "das Wichtigste" hat es gereicht.

Mein nähster Reisewunsch geht eher Richtung Norden der USA - Montana oder sowas wäre ein Traum. Mal sehen, was sich so anbietet :)

Mittwoch, 21. Januar 2009

Rückkehr

Auf geht's - die letzten Stunden in Amerika. War sehr schön,
abschliessender Bericht folgt noch.

A remarkable day


Die Superlativen reißen nicht ab. Die großen Networks berichten bis jetzt über die Vereidigung des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Interviews mit Spezialisten wechseln sich ab mit Statements vom "Fußvolk" - immer wieder unterbrochen von DEN Szenen des Tages.

Wir hatten nach dem Schwur erstmal genug Fernsehen gesehen und genossen noch einmal an unserem letzten vollständigen Tag die Januarsonne in New Jersey. Es war kalt, aber sehr schön. Unser Weg führte uns unter anderem in das schöne Städtchen Haddonfield, einem entzückenden Ort etwa 10 Meilen südlich von Philadelphia. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: bezaubernde Häuser, gepflegte Vorgärten und kleine Geschäfte, die einen die großen Shopping-Malls vergessen lassen. Schlichtweg zauberhaft.

Den Abend werden wir mit einem netten Dinner ausklingen lassen - mal sehen, wohin uns der Hunger treiben wird.

Morgen geht es dann gegen 13:30 zurück Richtung New York.

Dienstag, 20. Januar 2009

Hello, Mr. President

Nu isses also passiert. Zweimal verhaspelt, aber trotzdem sauber über die Bühne gebracht. Auch ein Barack Obama kann also nervös sein :)
Mal sehen, wie sehr sich die USA jetzt tatsächlich wandeln. Denn mal ehrlich: ein Präsident kann noch so viele Ideale haben - wenn das Volk nicht mitzieht, wird sich nicht viel ändern. Und ob die Amerikaner auf ihre eingefahrenen Gewohnheiten verzichten bzw. sich anpassen werden, bleibt abzuwarten.

Der Fox-News-Wandel

Fox ist ein erzkonservativer TV-Sender. Monate lang wetterte der Kanal
gegen Obama, stets versuchend, die Wahl zugunsten John McCains zu
beeinflussen.
Spätestens heute beugt sich der Sender der unaufhaltsamen Geschichte -
und berichtet euphorisch von Obamas Amtseinführung.