Die Läden von "Build-A-Bear" gehören in die Kategorie "wir-ziehen-den-(Gross-)Eltern-regelmässig-das-Geld-aus-der-Tasche". Sinn und Zweck dieser Geschäfte ist es, einem vermeintlich toten Stofftier leben einzuhauchen. Eine ganze Reihe von Teddybären liegen regelrecht hilflos in Schubladen herum und warten darauf, dass sie mit Watte befüllt werden. Man stelle sich einen Teddy vor, unter dessen Kopf lediglich ein wabbeliger Stofffetzen hängt und irgendwie aussieht, als hatte ihn ein sadistischer Massenmörder ausgeweidet. Nachdem man sich für ein Exemplar entschieden hat - in unserem Falle waren es keine Teddies, sondern Hasen - marschiert man mit einer der Mitarbeiter von "Build-A-Baer" zur Eingeweide-, sprich Wattemaschine und lässt den leeren Korper mit fluffiger Watte vollpumpen. Natürlich darf das Kind in Form von Probekuscheln prüfen, ob der Körper fluffig genug ist. Sollte es die Zufriedenheit des Kindes treffen, wird der Körper am Rücken zugenaht. Doch halt! Vorher muss dem Tier noch Leben eingehaucht werden! Ohne Herz kein Leben. Also... kleines Plüschherz genommen, geküsst und mit einem Lebenswunsch versehen wird das kleine Herz mit in den Körper gepflanzt.
Anschliessend wird gebadet - ähm....gebürstet. Und ganz zum Schluss wird dann noch die Geburtsurkunde ausgestellt. Name, Geburtstag und wem das Karnickel gehört (und ganz nebenbei werden am Computer Name, email und Adresse des Kindes registriert, wir haben hier ja schliesslich potentielle Kunden). Der eigentliche Geldalarm beginnt im Grunde erst jetzt. Denn ein nackter Hase?! Das geht naturlich nicht. Und so haben die findigen Macher von Build-A-Baer noch "ein paar" Klamotten und Zubehörteile in den Laden gestellt: Taschen, Schuhe, Kopfbedeckungen, Unterhosen, Handys.... da fallen die popeligen 10-20 Dollar (je nach Motiv) für das eigentlich Stofftier unter die Kategorie "erschwinglich".
Naja. Jedenfalls haben wir jetzt zwei neue Familienmitglieder, die Hasen Mia und Chrissie. Und süß sind sie auch. Und den Grosseltern sei gesagt: auch in Berlin gibt es ein "Build-A-Baer"-Shop.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Montag, 11. Oktober 2010
Kleinvieh macht auch Mist
Der erste richtige Tag in Florida. Die Kleine war um 4:03 wach - und wir mit ihr, weil sie zu uns in Bett gedackelt kam. Ich hätte noch problemlos ein, zwei Stunden trotz Jetlag schlafen können, aber nun ja. Auch Tanja war im Grunde schon wach und so verbrachten wir die verbleibenen 3 Stunden und 20 Minuten bis zum Sonnenaufgang mit ziemlich unmotiviertem Herumhängen und Werbeshows im Fernsehen gucken...
Das große Kind schlief geschlagene 11 Stunden und war enstprechend ausgeruht, während wir schon vor Hunger beinahe ohnmächtig wurden....
Das gebuchte Ferienhaus ist im Übrigen recht groß - normaler Standard zwar in Ausstattung und Außenansicht, aber drinnen merkwürdig verwinkelt, dass man sich die ersten Stunden regelmäßig verläuft. Inzwischen weiß ich aber, wo meine Kinder nächtigen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück beim besten Breakfast-Restaurant der Welt, IHOP, machten wir einige wichtige Einkäufe für die nächsten Tage: Lebensmittel und sowas. Auf dem Rückweg kamen wir an einer "Farm" vorbei, die ihre Tore offensichtlich für Besucher geöffnet hatte. Bei genauerer Betrachtung entpuppte sich die Farm als Streichelzoo mit allerhand Viechern, vom Huhn bis zum Bisonbüffel. Wir entschieden uns, am Nachmittag noch einmal herzukommen und uns den Spaß mal anzuschauen. Eine andere Wahl hatten wir ohnehin nicht, da die Mädels die zu reitenden Ponys bereits gesichtet hatten...
Der Besuch hatte sich gelohnt; die Kinder konnten sich am Kühe Melken versuchen, Schafe streicheln und Hühner fangen. Die Viecher waren entweder auf Valium oder es schlichtweg gewohnt, ständig von irgendwelchen Gören begrabbelt zu werden, jedenfalls war es ein leichtes für die Kids, ein Huhn zu fangen. Wer Rocky gesehen hat, weiß, dass das normaler Weise nicht so ist. Mitgenommen haben wir von dort auch etwas: bergeweise Federn von Enten, Pfauen, Hühnern und Straussen. Was meine Damen damit wollen, ist mir schleierhaft. Aber wenigstens nimmt das Zeug weder Gewicht nich Platz im Koffer weg...
Den Abend verbrachten wir in einem Kühlschrank mit Pizza. Die Filiale von Pizza Hut hatte sich auf die Fahne geschrieben, den Rekord in Gäste-Schockfrosten aufzustellen. Mal im Ernst, ich habe in der Regel kein Problem mit Klimaanlagen und bin in Sachen Herunterkühlen in Amerika einiges gewohnt. Aber was da gestern Abend an Energie zur Gastraumkühlung verschleudert wurde, reicht einem brandenburgischen 500-Einwohner-Dorf vermutlich für einen Monat Strassenbeleuchtung.
Sonntag, 10. Oktober 2010
Sie kommen dann mal mit.
Da hat man deutschen Boden noch nicht mal verlassen und steht schon das erste Mal kurz vor der Verhaftung. Naja, ganz so schlimm war es dann doch nicht, aber der Reihe nach.
Nach dem frühen Aufstehen um 5 Uhr morgens sind auch die Kinder rechtzeitig wach und nölen nicht herum, dass sie so früh aus den Federn müssen. Schwiegermama hatte sich erfreulicher Weise angeboten, uns zum Flughafen zu fahren, was wir auch gern annahmen. Wohl wissend, dass sie nicht die Überpünktlichste ist was Verabredungen angeht, aber deshalb hatten wir auch einen 10-Minuten-Schwiegermutter-Puffer einkalkuliert... :)
Pünktlich um 7 ging es dann los! Der Check-In bei Continental war überraschend leer, somit kamen wir schnell vorwärts. Nur wenige Minuten später brummte es richtig, wir hatten also Glück. Schnell noch ein bißchen Lektüre gekauft und dann ging's auch schon durch die Kontrolle. Die übliche Prozedur - bis zu dem Moment, an dem ich unseren Krempel nach der Durchleuchtung wieder einpacken wollte. "Das gehört Ihnen?", fragte der Security-Fritze. Nach meiner Bestätigung, dass Kamera, Laptop und iPad zu meinem Besitz gehören, meinte der Herr, ich solle meine Bordkarte und Pass nehmen, meine Familie könne schon im Wartebereich Platz nehmen. "Und ich?", wollte ich wissen. "Sie kommen mit mir mit." Daraufhin schnappte er sich meine elektronischen Geräte und ich folgte ihm vor den Augen der anderen Passagiere raus aus dem Sicherheitsbereich in ein kleines Kabuff. Hier wartete eine Dame vor einem CSI-ähnlichen Gerät auf mich. Natürlich wollte ich wissen, was denn los sei und was wir hier machen, da man mich bis jetzt darüber im Unklaren gelassen hatte. "Wir kontrollieren ihre Geräte auf verdächtige Rückstände."
Aha. Aha?
Was einem da so durch den Kopf geht: wann hatte ich das letzte Mal Dynamit in den Händen? Wie lange ist mein letzter Kontakt mit Anthrax her (weiß nicht mal, wie das richtig geschrieben wird)? "Wenn wir etwas feststellen, übernimmt die Bundespolizei", sprach der Knabe. Schluck.
Die CSI-Lady nahm eine Art Wattepad und strich über mein Elektronikgerümpel. Das Ding packte sie in das komische Gerät - und das ganze machte sie völlig wortlos und ohne eine Miene zu verziehen. Großer Gott.
Noch nie hatten die Worte "Alles in Ordnung" einen solch lieblichen Klang. Hinterher erzählte mir der Sicherheitsmensch, dass es immer wieder Stichproben gebe und ich einfach an der Reihe war. Wenigstens hatte ich mich also nicht durch den Besitz eines iPads verdächtig gemacht...
Meine Familie erwartete mich sehnsüchtig und war sichtlich erleichtert, dass mir das Zuchthaus erspart geblieben war.
Der Flug war umso angenehmer, das Inseat-Entertainment war toll, das Essen erstaunlich gut und der Flieger landete eine geschlagene Stunde vor dem geplanten Zeitpunkt. Somit hatten wir in Newark genügend Zeit für die Immigration (unsere Schlange war wie üblich die langsamste) und ein Eis für die Mädels. Apropos Mädels: an dieser Stelle ein grosses Lob an meine beiden kleinen Ladies: sie haben die Mammutreise ohne Gejammer tapfer überstanden. In Orlando waren wir dann auch pünktlich, holten unseren "dicke-Hose"-SUV ab (nennt mich Umweltsau) und waren bei Einbruch der Dunkelheit in unserem Ferienhaus in Kissimmee. Ein Riesending. Doch dazu später mehr.
Samstag, 9. Oktober 2010
Es geht los!
Warum müssen Reisen immer mitten in der Nacht anfangen? 5 Uhr aufstehen ist nicht lustig, schon gar nicht, wenn man erst gegen 23 Uhr in den Federn lag.
Nun ja, es ist ja für einen guten Zweck :)
Kinder und Frauen haben noch Gnadenfrist, aber auch hier schlägt der Wecker jeden Moment zu. Erfreulicherweise wird der Morgen aber voraussichtlich stressfrei ablaufen. Alle Koffer und Taschen sind gepackt, wie üblich alles penibel vorbereitet. Nennt mich Resiekontrollfreak, aber gerade wenn's um's Reisen geht, sollten sich die Überraschungen auf positive Dinge am Urlaubsort beschränken. Da muss man ja nicht gleich morgens wegen irgendweclehr Kinkerlitzchen in Panik verfallen.
Na denn: los geht's!
Montag, 4. Oktober 2010
Ich? Aufgeregt? Lächerlich!
Fassen wir doch mal die Fakten zusammen: seit 18 Jahren fliege ich mehr oder weniger regelmäßig in die Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 18 Jahren kenne ich die Vorbereitungen, die langen Flüge, die Einreiseprozeduren - ich wage mal zu sagen, ich kenne mich aus.
Und doch - diesmal ist es irgendwie anders. Eine innere Aufgeregtheit erfasst mich, jeden Tag ein bißchen mehr. Ich glaube, es liegt an der Tatsache, dass diesmal mein Nachwuchs das erste Mal dabei ist. Natürlich verreise ich nicht das erste Mal mit meiner Familie, auch nicht mit dem Flugzeug, nein, es ist diese (positive!) Unruhe, dass ich mein Lieblingsreiseland endlich meinen Kindern zeigen kann. Und ich hoffe natürlich, dass es Ihnen ähnlich gut gefällt wie mir.
Sorgen - sicherlich völlig unbegründet - bereitet mir lediglich der Gedanke an den langen Flug: werden die beiden Mädels die vielen Stunden in der Luft entspannt überstehen? Oder gehen sie spätestens über England dem halben Flieger auf die Nerven? ;)
So schlimm wird es nicht werden - zumal wir gut vorbereitet sind. Jedes Elektronikfachgeschäft wäre neidisch auf unser Entertainmentequipment, das wir mit an Bord nehmen werden. Irgendwie werden wir die beiden Ladies schon ruhig stellen können...
Noch fünfmal schlafen.
Und doch - diesmal ist es irgendwie anders. Eine innere Aufgeregtheit erfasst mich, jeden Tag ein bißchen mehr. Ich glaube, es liegt an der Tatsache, dass diesmal mein Nachwuchs das erste Mal dabei ist. Natürlich verreise ich nicht das erste Mal mit meiner Familie, auch nicht mit dem Flugzeug, nein, es ist diese (positive!) Unruhe, dass ich mein Lieblingsreiseland endlich meinen Kindern zeigen kann. Und ich hoffe natürlich, dass es Ihnen ähnlich gut gefällt wie mir.
Sorgen - sicherlich völlig unbegründet - bereitet mir lediglich der Gedanke an den langen Flug: werden die beiden Mädels die vielen Stunden in der Luft entspannt überstehen? Oder gehen sie spätestens über England dem halben Flieger auf die Nerven? ;)
So schlimm wird es nicht werden - zumal wir gut vorbereitet sind. Jedes Elektronikfachgeschäft wäre neidisch auf unser Entertainmentequipment, das wir mit an Bord nehmen werden. Irgendwie werden wir die beiden Ladies schon ruhig stellen können...
Noch fünfmal schlafen.
Donnerstag, 30. September 2010
Kalt. Warm.
Für Brandenburg sind heute Nacht Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt. Ich sag mal wie's ist: sowas braucht kein Mensch. Umso schöner ist dann das gelegentliche Vorbei-Surfen auf die Webseite des US-TV-Kanals "Weather Channel". Denn da sehe ich dann so erfreuliche Werte wie 29 Grad in Orlando.
Noch achtmal schlafen :)
Donnerstag, 23. September 2010
Es geht wieder los
So langsam wird es wieder ernst. In etwas mehr als zwei Wochen heißt
es "Ready for take off!".
Nach und nach sammeln sich auch schon die wichtigen Utensilien und
Unterlagen an: Eintrittskarten für Disney World, Ladekabel für's
TomTom, Adressen zur nächsten Shopping Mall... Florida, wir kommen!
es "Ready for take off!".
Nach und nach sammeln sich auch schon die wichtigen Utensilien und
Unterlagen an: Eintrittskarten für Disney World, Ladekabel für's
TomTom, Adressen zur nächsten Shopping Mall... Florida, wir kommen!
Um es der geneigten Zunft der Einbrecher in unserer Abwesenheit nicht
allzu leicht zu machen (und um zu gewährleisten, dass der eine oder
andere Fisch im Aquarium überlebt), haben wir diesmal auch wieder
einen "Haussitter". Irgendwie fühle ich mich mit der Gewissheit, dass
ab und zu jemand nach dem rechten schaut, entspannter im Urlaub.
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