Mittwoch, 10. März 2010

Kleine Reisen sind auch Reisen

Im April stehen zwei Kurztrips an: auf 'ne Burg und nach Hamburg. Da war ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr, wird dringend Zeit.
Mehr dazu in Kürze :)

Samstag, 23. Januar 2010

Zurück in einem Stück

Das war es nun also. Nach monatelangem Warten um endlich NACH Miami zu kommen, sind wir jetzt wieder VON Miami zurück. Und nach einigen Tagen schaffe ich es auch endlich, den abschliessenden Post für diesen Blog zu schreiben.
Der letzte Tag war toll; nicht ganz so warm wie die Tage zuvor, aber doch sonnig. Wehmütig packten wir unsere sieben Sachen und checkten aus dem Hotel aus. Die ganze Zurückreiserei klappte im Gegensatz zur Hinreise reibungslos: Auto abgegeben, am Flughafen eingecheckt (und tatsächlich die Notausgangssitze bekommen), in London umgestiegen und pünktlich in Berlin gelandet. Hätte doch die Belegschaft vom Flughafen Tegel nur nicht vergessen, die Koffer aus dem Flugzeug zu holen... so standen wir ziemlich sinnlos fast eine Stunde am Gepäckband, bis wir endlich unser Zeug bekamen. MannMannMann.

Ich fasse zusammen: trotz kalter Temperaturen unmittelbar vor unserer Anreise hatten wir grandios frühlingshaft bis sommerliche Temperaturen in Miami, jeden Abend kugelrunde Bäuche und sehr locker sitzende Dollarnoten. Alles in allem sehr schön, erholsam und ergiebig.

Jetzt geht die Grübelei los, wo es uns im Januar 2011 hintreibt...

Aber erstmal steht ja Florida im Oktober 2010 an - mitsamt der gesamten Familie :)

Montag, 18. Januar 2010

Frühshoppen

Auch so kann man den Tag beginnen: mit einem tollen Frühshoppen. Nein, ich habe nicht das "c" vergessen. Nach dem Frühstück entschieden wir uns für ein paar letzte Erledigungen - bevor es am morgigen Dienstag wieder zurück ins verschneite Deutschland geht.
Wir waren wieder mal zu früh - 15 Minuten bevor die Geschäfte in der Aventura Mall öffneten, standen wir schon auf dem Parkplatz. Wir nutzten die Zeit für ein Express-Sonnenbad auf dem Rand eines Springbrunnens vor den Toren der Mall. Die Sonne brezelte schon heftig - das sollte ein fantastischer Tag werden.
Ich wollte noch eine Uhr für meine Holde daheim besorgen - und hatte nur bedingt Ahnung, wie das Ding aussehen sollte. Bei Fossil stand ich ein bißchen ratlos vor den Vitrinen, sollte es doch eine Uhr mit besonderen Merkmalen sein. Zwei kamen in die engere Wahl; aber würden sie tatsächlich der Gattin gefallen?
Ob ich wohl kurz zwei Fotos machen könnte, fragte ich die Verkäuferin, ich würde sie gern meine Frau per eMail zusenden, damit sie selbst entscheiden kann. "Sure, no problem!". Lernt man diese Standard-Antworten in der Einzelhandelskaufmannausbildung in Amerika?
Ich knipste also mit meine Handy (der geschätzte Leser merkt, wie ich gekonnt das product placement umschiffe, indem ich den Begriff "iPhone" vermeide) die beiden Uhren, schickte sie per Mail nach Hause - und die Entscheidung fiel via Skype. Willkommen in der schönen Welt der modernen Kommunikation. Generell ist es toll, dass die meisten Shopping-Center in Amerika allesamt kostenloses W-Lan anbieten, so dass man mit Mobiltelefon oder Laptop prima für lau surfen kann.

Apropos surfen: im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen war es heute nahezu windstill. Sehr zum Bedauern eines Surfers, der im Wasser von Southbeach mit seinem Surfboard umherruderte - und vergeblich auf eine Welle wartete. Wir verbrachten den Rest des Tages von 12:30 bis fast 17 Uhr am Strand. Das Wasser war nicht gerade warm, aber mit ein bißchen Mut konnte man herrlich im Wasser planschen! Erwähnte ich, dass ich nicht der Mutigste bin?

Jetzt liegt also der letzte Abend in Miami Beach vor uns - und auch wenn Thomas seit gestern Abend ein wenig gesundheitlich angeschlagen ist (alles nicht so einfach, ab einem gewissen Alter), werden wir unseren Kurztrip in die Sonne sicherlich noch nett ausklingen lassen.

Via Online-Check-In haben wir im Übrigen auch schon unsere Sitzplätze reserviert: für die Langstrecke haben wir die Notausgangsplätze mit viiiiiiiiiiiiiiiel Beinfreiheit abgegriffen. Jetzt muss der Flieger nur noch nach London... ;)

Sonntag, 17. Januar 2010

Huch! Regen.

Aus dem Alter der durchzechten Nächte sind wir längst raus. Die Folge ist, dass wir stets schon gegen 22 Uhr wieder im Hotelzimmer sind und um 23 Uhr selig schlummern. Das wiederum bedeutet, dass wir einer senilen Bettflucht gleich schon wieder um 7:30 putzmunter sind. Sowas nennt sich nun Urlaub.
Nach dem ersten Schwall Kaffee für Thomas (ich ertrage das Gesöff nicht) machen wir uns dann auf den Weg zum Frühstück. IHOP war heute bemerkenswert voll - offensichtlich nutzen Familien den Sonntag um selbigen mit einem äußerst üppigen Berg an Pancakes zu beginnen. Allerdings waren wir früh genug vor Ort, um nicht warten zu müssen. Als wir IHOP verließen, erging es nachfolgenden Gästen ganz anders.

Den Vormittag verbrachten wir am Hafen von Miami, bestaunten die Riesen-Dampfer und bummelten über den Bayside Marketplace - bis wir vom plötzlich einsetzenden Regen überrascht wurden. Florida lechzte nach Regen, waren die letzten Wochen doch sehr trocken. Jetzt regnet es noch immer, was aber auf Grund der Wärme (gut 24°C) nicht weiter tragisch ist.

WAS?! WAS HABEN SIE GESAGT?

Musik in Geschäften als Dauerberieselung und als unterschwelliger Kaufanreiz ist so alt wie der moderne Konsum. Aber warum zum Geier MUSS DAS SO LAUT SEIN?? Ich frage mich, wer damit angefangen hat - und vor allem, wer der Meinung war, dass das was Tolles ist, so dass alle anderen Geschäfte nachziehen müssen?! Noch vor wenigen Jahren konnte man entspannt in die Läden gehen, sich unterhalten und man verstand ohne nachzufragen an der Kasse den Endpreis. Heute hört man schon weit vor der Eingangstür von Abercrombie, Victoria's Secret oder Forever XXI wummernde Beats oder schrammelnde Gitarren. Die Verständigung zwischen Verkäufer und Kunde ist nur mit anschreien möglich.
Ich als Käufer kann mich ja entscheiden: gehe ich in die Klamottendisko und wenn ja für wie lange. Aber die Mitarbeiter sind dem Höllenlärm den ganzen Tag ausgesetzt und müssen sich entscheiden, ob sie zuerst taub oder heiser werden möchten.
Dass es auch anders geht, beweist eine der schönsten Shoppings Malls, die ich bisher in Amerika kennen gelernt habe: The Falls in Süd-Miami. Eine traumhafte Open-Air-Mall, in der die Läden die Musik auf angenehme Zimmerlautstärke eingestellt haben. Wollen wir hoffen, dass es sich bei diesen Behelfstechnoschuppen nur um eine Phase handelt.

Am Strand vom Miami konnte ich im Übrigen heute Mittag um 12 Uhr Zeuge einer Hochzeit werden. Das Paar wurde von einem Standesbeamten, der wie Daktari gekleidet war, bei übelstem Wind getraut. Der Spaß dauerte keine 10 Minuten, da waren die beiden offiziell Mann und Frau. Alles Gute den unbekannten Jungvermählten.

Freitag, 15. Januar 2010

Emergency Shopping Only

Man kann ja von Amerika halten was man will. Man kann über die Politik diskutieren, die Todesstrafe, die diversen Kriege, die Umwelt, Disney World, kurzum, es gibt viele Bereiche in den USA, die die eine oder andere Meinung hervorrufen können. Eines allerdings ist unumstößlich: Einkaufen ist in Amerika ein wahres Vergnügen.

Selbst echte Shoppingmuffel kommen in den USA beim Einkaufen ins Schwärmen, loben die Auswahl, den Service, die Preise. Letztere profitieren sicher von dem derzeiten Wechselkurs €uro zu U$-Dollar, aber auch sonst ist Amerika ein Shoppingparadies. Und man kann sich der Faszination der Einkaufstempel nur schwer bis gar nicht entziehen. Und weil das so ist, versuche ich es auch gar nicht erst und gebe mich dem Konsum hin :)

Nach einem ausgiebigen, üppigen und extrem leckeren Frühstück bei IHOP machten wir uns auf dem Weg zur Aventura-Mall, einem "Einkauszentrum", das wirklich keine Wünsche offen läßt. Wir waren etwas früh dran, die Läden öffneten erst um 10 Uhr, aber die Zeit brachten wir in einem nahegelegenen Target-Kaufhaus herum. Um kurz nach 10 warfen wir uns ins Getümmel. Getümmel deshalb, weil von Wirtschaftskrise hier nämlich auf dem ersten Blick herzlich wenig zu sehen ist, die Menschen kaufen ebenso exzessiv ein wie auch in den letzten Jahren.

Am frühen Nachmittag und um mehrere Dollar erleichtert machten wir uns auf dem Weg ins Hotel. Jerry, unser... tja...augenscheinlich Mädchen für alles im Hotel... lachte sich krumm über unsere Tütenberge, die wir mit uns führten. Überhaupt scheint Jerry leicht zu erheitern zu sein, machte er sich doch gestern Abend bei unserer Ankunft einen Heidenspaß daraus festzustellen, dass er zusammen mit Thomas ja "Tom & Jerry" abgeben könnte.
Mh. Klingt jetzt nicht so witzig, wie es gestern war. Dass wir es irrsinnig lustig fanden, könnte aber auch an unserer völligen Übermüdung gelegen haben.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Was für eine Anreise

Das Gute vorweg: wir sind angekommen. Doch bis dahin war es ein langer
und steiniger Weg.

Nachdem wir ja noch auf den nächsten Flug umgebucht werden konnten, war bis kurz vor 12 Uhr nicht klar, ob denn dieser Flieger das Vereinigte Königreich verlassen würde. Zwar hatten wir schon unsere Bordkarten, allerdings noch keine Sitzplätze, da British Airways ja erstmal sehen musste, wie sie zwei Flugladungen an Passagieren in ein Flugzeug bekommen. Gegen Mittag dann der erlösende Aufruf: wir bekamen Sitzplätze zugeteilt. Geplanter Abflug war 13:30. Wir kamen auch bereits sehr früh an Bord. Als nach einer Stunde allerdings das Entertainmentprogramm eingeschaltet wurde (VOR dem Start), dämmerte uns, dass wir wohl noch eine Weile in Parkposition stehen würden. Es dauerte mehr als dreieinhalb Stunden, bis endlich der Tragflächenenteiser kam. Um 17 Uhr hob der Flieger nach Miami ab.

Ich spare mir jedweden Kommentar hierzu.

Der Flug selbst war toll. Ruhig, guter Service, leckeres Essen (!), nette Flugbegleiter. Die Angst, dass unser Gepäck nicht mitkommen würde, war unbegründet.
Schlimm war dagegen unser Autovermieter Hertz. Bisher hatte ich mit der Truppe nur gute Erfahrungen. Warum am Miami Airport allerdings die Expressautomaten abgeschafft wurden, ist mir schleierhaft. So standen wir abermals eine Dreiviertelstunde in der Schlange, um endlich einen Wagen zu bekommen. Der ist für floridianische Mietwagenverhältnisse nicht mehr der Jüngste und ist in New York zugelassen, aber das war uns nach 23 Stunden auf den Beinen herzlich egal.

Das Hotel ist okay bis prima - keine Luxusherberge, aber allemal besser als ein Motel oder sowas. Und am Ende wollen wir hier nur schlafen und unsere Einkäufe zwischenlagern.